Vortrag: Komplementäre Therapien mit Hyperthermie
Wann ?
Am 21.04.2012 um 17:00 Uhr
Wo ?
Raum 17
Referent
Dr Friedrich Migeod
Vortragsabstrakt
Komplementäre Therapien stellen die Ergänzung der konventionellen Medizin mit Methoden der Naturheilverfahren, Biologie, Immunologie, Physik, Psychologie und Naturheilverfahren dar.
Integrative Medizin in der Onkologie versucht, Methoden der konventionellen Medizin mit den Methoden der komplementären und alternativen Medizin integrativ zu kombinieren. Die komplementäre Onkologie stellt angesichts der palliativen Situation zahlreicher Tumorleiden nach Ausschöpfung klassischer Methoden häufig der einzige Weg dar, um körperlich und psychologisch die Lebensqualität des Patienten zu bewahren und das Prinzip Hoffnung aufrecht zu erhalten. Bei zahlreichen Tumorintitäten wie das Pankreaskarzinom, das hormonrefraktäre Prostatakarzinom oder maligne Hirntumoren erzielt die Komplementärmedizin häufig auch ähnliche oder verbesserte Ergebnisse in Hinblick auf Überleben, Rezidivhäufigkeit und rezidivfreies Überleben. Ein unverzichtbares Instrument der Komplementär-Onkologie stellt die Hyperthermie dar, zum einen in Form der moderaten und extremen Ganzkörperhyperthermie, zum anderen in Form der regionalen Teilkörperhyperthermie mit kapazitiv gekoppelten Elektroden. Wenngleich die Ergebnisse der Hyperthermie in Kombination mit konventionellen Methoden wie Chemotherapie, Bestrahlung und Zieltherapien häufig besser sind, gibt es auch Daten und eindrucksvolle Langzeitkasuistiken, die die hohe Effektivität der kapazitiv gekoppelten Elektrohyperthermie nahelegen. Physikalische Grundlagenforschungen haben ergeben, dass die regionale Teilkörperhyperthermie nicht nur über das Prinzip „Hitze“ destruktiv wirkt, sondern über zahlreiche weitere Mechanismen, wie Antiangiogenese, Hypoxämie, Acidose, Immunmodulation über Heat-Schock-Protein-Promotion und andere Mechanismen. In Studien und an Einzelkasuistiken wird dargestellt, wie komplementäre Therapien und Hyperthermieverfahren synergistisch wirken können.







