Vortrag: Immunmodulation in der modernen Krebstherapie - Chancen und Nutzen
Wann ?
Am 21.04.2012 um 17:00 Uhr
Wo ?
Raum 19
Referent
Uwe Braun
Vortragsabstrakt
NK-Zellen sind unter allen „Polizisten“ der Immunabwehr die aggressivsten. Sie sind das Rückgrat
des Immunsystems. NK-Zellen sind Lymphozyten ohne immunologisches Gedächtnis und
Teil unseres angeborenen Immunsystems. Rund 5 bis 16 Prozent aller Lymphozyten sind NKZellen,
die ausschließlich mit dem Aufspüren und Vernichten ihrer Zielzellen beschäftigt sind.
Das bedeutet jedoch nicht, dass sie wahllos töten. NK-Zellen suchen nach einer Art Fähnchen,
wie gesunde Zellen sie tragen, und verschonen diejenigen, bei denen sie fündig werden. Dennoch
gelingt es NK-Zellen nicht immer, Tumorzellen als abnormal zu identifizieren. Es hat sich gezeigt,
dass bei Patienten mit hoher Tumorlast und Malignität die Aktivität der NK-Zellen vermindert ist.
Eine niedrige NK-Zell-Aktivität ist signifikant mit der Bildung von Metastasen verbunden. Bei
Patienten mit Fernmetastasen korreliert die Überlebenszeit direkt mit dem Grad der NK-Zell-
Aktivität.
Von Operation und Anästhesie kann der suppressive Effekt auf die NK-Zell-Aktivität das Überleben
von freigesetzten Tumorzellen aus dem Primär- oder Sekundärtumor zusätzlich fördern und
so die Inzidenz von Metastasen erhöhen. Auch Bestrahlung und Chemotherapie dämpfen die
NK-Zell-Aktivität. Biologische Immunmodulatoren können die Aktivierung, Proliferation und Zytotoxizität
vorhandener NK-Zellen verstärken.
Es zeichnen sich Wege ab, die suppressiven Effekte auf die NK-Zell-Aktivität zu verhindern. Wir
konzentrieren uns auf die Stimulation der Immunabwehr mit BioBran, einem Extrakt aus Reiskleie.
Die skizzierten Forschungsergebnisse untermauern die These, dass sich BioBran günstig auf die
NK-Zell-Aktivität auswirkt.








